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ZivilluftfahrtInhaltsverzeichnis1. Grundlagen des Fliegens
1.1 Der Auftrieb
1.2 Der Flugzeugaufbau
1.2.1 Der Rumpf
1.2.2 Die Tragflächen
1.2.3 Das Leitwerk
1.2.4 Das Fahrwerk
2. Technik einer modernen Verkehrsmaschine
2.1 Antrieb
2.1.1 Propellerantrieb mit Kolbentriebwerk
2.1.2 Strahltriebwerke
2.1.3 Turboprop
2.3 Klapenfunktion
2.3 Energieversorgung
3. Instrumentenflug (IFR)
3.1 Navigation
3.1.1 Höhenmessung
3.1.2 Variometer
3.1.3 Trägheitsnavigationssystem
3.1.4 Geschwindigkeitsmessung
3.1.5 Instrumentenlandesystem
3.1.6 Autolanding
3.1.7 Satellitennavigation
3.2 Ordnung im Luftraum
4. Sicherheitseinrichtungen
4.1 Allgemein
4.2 TCAS
4.3 Enteisung
1. Grundlagen des Fliegens
1.1 Der Auftrieb
Ein Flugzeug benötigt, um fliegen zu können, eine der
Erdanziehung entgegen gerichtete Kraft, da es ,,schwerer“ als die
umgebende Luft ist. Dies erreicht man durch das Profil der Tragfläche. Die
Oberseite einer Tragfläche ist gewölbt, die Unterseite dagegen gerade
bzw. leicht gewölbt. Das heißt die anströmende Luft, die sich
vor der Fläche teilt, hat an der Oberseite einen weiteren Weg
zurückzulegen und muß daher schneller strömen als an der
Unterseite. Durch diese Geschwindigkeitsdifferenz kommt ein Druckunterschied
zustande. Das heißt der Druck an der Oberseite ist geringer, dies bewirkt
das der Flügel gehoben wird (Auftrieb). Verstärkt wird dieses
Strömungsverhalten durch eine Sekundärwirkung, die den
Druckunterschied weiter vergrößert: Nachdem die Luft über die
Tragfläche geströmt ist, entsteht an ihrer Hinterkante ein Wirbel. Ein
Gesetz der Aerodynamik besagt, daß jeder Wirbel einen Gegenwirbel erzeugt,
der sich entgegengesetzt dreht. Unter der Tragfläche stößt die
rotierende Luft zusammen. Die Geschwindigkeit der Luftströmung nimmt ab,
wodurch der Druck unter dem Flügel zunimmt. Über der Tragfläche
bewegen sich beide Luftströmungen gleichgerichtet, und ihre kombinierte
Geschwindigkeit bewirkt eine Druckverminderung . Dadurch verstärkt sich der
Auftrieb. Der Auftrieb der eine Tragfläche erzeugt ist einerseits
konstruktionsbedingt, kann aber auch durch den Piloten beeinflußt werden.
Durch eine Steigerung der Triebwerksleistung wird die Geschwindigkeit und damit
der Auftrieb erhöht, weil mit zunehmender Geschwindigkeit auch die
Druckdifferenz wächst. Ein weiterer vom Piloten kontrollierter Aspekt ist
der Winkel zwischen Tragfläche und der Anströmrichtung der Luft der
sogenannte Anstellwinkel. Bei einem Anstellwinkel von über 14° wird
der Luftstrom zuerst turbolent und reißt schließlich. Auf diese
Weise geht der Auftrieb verloren. Man nennt dies den
„überzogenen“ Flugzustand, welcher auch zum Absturtz
führen kann. Das Abreißen der Strömung bei einem solchen
,,überzogenen“ Flugzustand führt zum Zusammenbrechen des
Auftriebs und zum raschen Höhenverlust bzw. zum seitlichen Abkippen des
Flugzeugs.
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